

Demokratie beginntmit uns!
- neue Wege der Jugendbeteiligung in Pfungstadt

TRÄGER
Die Kinder-und Jugendförderung Pfungstadt ist eine kommunale Einrichtung und umfasst die Arbeitsbereiche Offene Kinder- und Jugendarbeit, Streetwork/Mobile Jugendarbeit, Jugendberufshilfe, Freizeit- und Erlebnispädagogische Angebote und Jugendbildungsarbeit. In der Einrichtung werden aktuelle Ansätze geschlechtersensibler Arbeit mit Mädchen* und Jungen*, die sich auf alle Arbeitsfelder der Einrichtung beziehen, verfolgt. Das Angebotsspektrum wendet sich an alle Kinder und Jugendlichen aller Nationalitäten, sowie aller Schul- bzw. Ausbildungsformen im Alter von 6 bis 21 Jahren. Soziale, familiäre, räumliche, gesellschaftliche und/oder politische Benachteiligungen werden besonders berücksichtigt.
PROJEKTBESCHREIBUNG
Das Projekt zielt darauf ab, die Anliegen und Themen Jugendlicher in der Wahrnehmung der Pfungstädter Öffentlichkeit und Kommunalpolitik deutlich sichtbar zu machen (dazu zählen auch Themen wie Zukunftssorgen, Klimaschutz, Fairer Handel, Frieden, Nachhaltigkeit), den Jugendlichen neue Gestaltungsmöglichkeiten und Beteiligungsstrukturen zu eröffnen und Jugendliche darin zu stärken, sich aktiv in politische und gesellschaftliche Beteiligungsprozesse einzubringen und mitzugestalten. Es ergeben sich zwei Schwerpunkte:
- Aufbau selbstverwalteter Zeiten/Treffs für Jugendliche in unseren Jugendräumen:
- z.B. ein divers zusammengesetztes Team aus Jugendlichen gestaltet eigenständig, feste Öffnungszeiten, plant Aktivitäten und entscheidet über die Nutzung der Räume, lernt dabei unterschiedliche Interessen miteinzubeziehen und Kompromisse zu schließen, sich zu engagieren und demokratische Entscheidungen zu treffen
- Jugendliche organisieren eigene Workshops und Events zu ihren eigenen Anliegen und Interessen, z.B. Calisthenics-Sessions, Workshops zu Demokratie, Nachhaltigkeit, Social Media etc., Pen&Paper-Runden, Koch-Events. Dadurch erfahren sie Selbstwirksamkeit.
- Jugendbeteiligung im Öffentlichen Raum und aufsuchender Arbeit:
- Jugendliche werden direkt in der Lebenswelt abgeholt: z.B. Jugendliche entwickeln Ideen für Orte, an denen sie sich aufhalten; Streetart-Projekte zu aktuellen Themen der Jugendlichen wie Frieden, Klimaschutz. Das bietet den Vorteil von niedrigschwelliger Beteiligung, schneller Ideensammlung zu realen städtischen Problemen
- es werden digitale Formen der Jugendbeteiligung ausprobiert, die politische Themen leicht erklären und für Jugendliche übersetzen. Ideen können sein: Podcast & Videoformate zu aktuellen Jugend-Themen, Online-Voting zu Klimaschutzideen, Challenges wie „Eine Woche fair – wer macht mit?“, Workshops für Jugendliche zu Social Media oder Online-Kampagnen, Jugendliche produzieren eigene Inhalte (Videos, Podcasts, Memes), digitale Pinnwand für Anliegen, „Digitale Sprechstunden“ mit Bürgermeister oder Stadtverordneten moderiert von Jugendlichen selbst, Themen werden vorher über Online-Tools gesammelt etc.
ZIELE DES PROJEKTS
- Erhöhung der aktiven Jugendbeteiligung in Pfungstadt
- Aufbau selbstverwalteter Beteiligungsstrukturen in Jugendräumen
- Stärkung von Selbstwirksamkeit und Engagement
- Sichtbarmachung jugendlicher Anliegen in Öffentlichkeit und Kommunalpolitik
- Jugendbeteiligung im öffentlichen Raum und aufsuchende Beteiligung
- Etablierung digitaler Beteiligungsformate
- Stärkung der Persönlichkeit und Kompetenzerwerb
- Nachhaltige Verankerung von Jugendbeteiligung in Pfungstadt

Hessisches Ministerium für Arbeit, Integration, Jugend und Soziales
jugend[at]hsm.hessen.de
Evangelische Hochschule Hessen
Standort Kassel
nori.a.berger[at]eh-hessen.de



