• Unsere Stimme zählt

    - Nicht ohne uns!

  • TRÄGER

    Kinder- und Jugendbeteiligung hat im Vogelsbergkreis einelange Tradition. Das für das Projekt zuständige Sachgebiet (SG) des Jugendamtes des VBKs trägt seit diesem Jahr offiziell den Namen „Kinder- und Jugendbeteiligung“, mit verstärktem Fokus auf die Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte im kommunalen Kontext. In diesem SG sind die Arbeitsbereiche außerschulischeJugendbildung, Jugendförderung, schulbezogene Jugendsozialarbeit und Demokratieförderung angesiedelt. Seit 1992 gibt es im VBK das Kreisjugendparlament, das von Mitarbeitenden des SGs initiiert und seitdem kontinuierlich begleitet wird. Seit 2007 wird durch das SG das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und seine Vorgängerprojekte vor Ort koordiniert. Darüber hinaus bietet es ein umfangreiches Angebot an (offener) Kinder- und Jugendarbeit.

    PROJEKTBESCHREIBUNG

    Mit „Unsere Stimme zählt – nicht ohne uns“ startet im Vogelsbergkreis ein Projekt, das Kindern und Jugendlichen mehr Möglichkeiten geben will, sich aktiv in die Kommunalpolitik einzubringen. Im Mittelpunkt steht die Frage: Wie wird aus dem Recht junger Menschen auf Beteiligung echte Mitsprache vor Ort? Grundlage dafür sind die 1989 von den Vereinten Nationen verabschiedete UN-Kinderrechtskonvention, die Deutschland 1992 ratifiziert hat. Auch im hessischen Kommunalrecht ist die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen verankert (§4c HKO/HGO). Zwischen rechtlichem Anspruch und praktischer Umsetzung bestehen weiterhin Herausforderungen.
    Das Projekt verfolgt drei zentrale Ziele: Politisch Verantwortliche im Vogelsbergkreis sowie in den Städten und Gemeinden sollen über die Beteiligungsrechte junger Menschen informiert und für deren Bedeutung sensibilisiert werden.

    Gemeinsam mit Jugendlichen sollen anschließend geeignete Beteiligungsformate entwickelt werden. Dabei geht es ausdrücklich nicht darum, fertige Lösungen für junge Menschen zu entwickeln. Vielmehr sollen sie selbst formulieren, welche Formen der Beteiligung funktionieren, welche Themen sie bewegen und wie sie ihre Interessen in die kommunalpolitische Diskussion einbringen können.

    Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, exemplarisch für den Vogelsbergkreis und eine interessierte Stadt oder Gemeinde einen Handlungsleitfaden für die Umsetzung von Jugendbeteiligungsrechten zu entwickeln. Die Erfahrungen aus dem Projekt könnten damit auch über die Laufzeit hinaus genutzt werden.

    ZIELE DES PROJEKTS

    Projektziele

    • Gemeinsam mit Jugendlichen wird einJugendbeteiligungsformat zur Umsetzung der Kinder- und Jugendrechte auf kommunaler Ebene, insbesondere nach § 4c HGO/HKO, entwickelt und an verschiedenen Orten erprobt.
    • Kommunalpolitische Entscheidungsträger*innen werden über Kinder- und Jugendrechte sowie deren Bedeutung für kommunale Handeln informiert und für die Verantwortung der Kommune sensibilisiert.
    • Gemeinsam mit Jugendlichen, Kommunen und derProjektgruppe entsteht ein Leitfaden zur Übertragung der Ergebnisse in die kommunale Praxis.

    Praxisziele

    • Aufbau eines Teams von 8–10 Studierenden zurkontinuierlichen Begleitung des Projekts.
    • 8–10 Jugendliche aus verschiedenenBeteiligungsgremien arbeiten aktiv in der Projektgruppe mit.
    • 6 Städte/Gemeinden beteiligen sich am Projektund unterstützen lokale Jugendbeteiligungskonferenzen.
  • KONTAKT

    Vogelsbergkreis, Jugendamt, Sachgebiet Kinder- und Jugendbeteiligung

    Silvia Lucas, Sina Günther, Angelina Kuhl

    Goldhelg 20

    36341 Lauterbach

    06641/977426

    06641/977432

    silvia.lucas[at]vogelsbergkreis.de,

    sinakarolina.guenther[at]vogelsbergkreis.de, angelina.kuhl[at]vogelsbergkreis.de